Die Stadt Filadelfia


Filadelfia ist das Zentrum der Verwaltung der Kolonie Fernheim und wurde im Jahre 1931 gegründet. Im Jahre 1993 wird Filadelfia von der Regierung Paraguays als Zentrum des Departementes Boqueron ernannt. 2006 entsteht das Distrikt „Filadelfia“ mit seiner entsprechenden Munizipalität, welches eine Fläche von 13.879 km2 umfasst. Filadelfia hat heute etwa 18.000 Einwohner.
Bereits in den Ansiedlungsjahren hatte man eine Vision für die zukünftige Stadteinteilung, welche man mit einem Schachbrett vergleichen könnte. Schon damals sah man die Aufteilung der Stadt in verschiedene Zonen vor: die Industriezone, Handelszone und die Wohnzone. In Vereinbarung mit diesem Plan hat man Filadelfia aufgebaut. Der Name der Hauptstraße „Hindenburg“ soll an die freundliche Aufnahme der mennonitischen Flüchtlinge aus Russland durch den deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg erinnern.
Filadelfia hat sich nach und nach zu einem Zentrum im ökonomischen, kulturellen und geistlichen Bereich entwickelt.
Die ersten Verwaltungsgebäude im Zentrum von Filadelfia wurden in den Anfangsjahren in Form von „Scharwerk“ aufgebaut, d.h. viele freiwillige Helfer trugen bei. Heute werden die Bauten von den Mitgliedern der Kooperative finanziert. Die Verbindungswege zu den Dörfern der Kolonie so wie das ganze Straßennetz werden von der Gemeinschaft finanziell unterhalten. Erst im Jahre 2009 wurden die ersten 4 km auf Antrag von der Munizipalität (Rathaus) asphaltiert.
Filadelfia bietet eine Infrastruktur und Dienstleistungen für die ganze Region an. Von einem ganz einfachen Zentrum einer mennonitischen Gemeinschaft ist eine Metropole für ein umfangreiches Gebiet geworden.


Tourismusbüro


Die “Asociación Fernheim”, ein Verband Fernheims, besitzt 8 verschiedene Museen. Öffnungszeiten für Besucher sind am Montag bis Samstag von 7:00 bis 11:30. Über nähere Informationen kann man das Tourismus-Büro kontaktieren, von wo aus auch Rundgänge mit Touristenführern organisiert werden können. Das Tourismus-Büro der Asociación Fernheim ist der Kooperative Fernheim unterstellt und Mitglied von „CONRETUR“.

Das Tourismus-Büro auf dem „Menno-Simons-Hof“ bietet folgendes an:

  • Generelle Informationen
  • Broschüren bezüglich der Kooperative Fernheim und der Stadt Filadelfia
  • Audiovisuelle Präsentationenüber die Geschichte der Mennoniten und über die Kooperative Fernheim
  • Besichtigungsrundgänge mit Begleitung eines Touristenführers zu den Museen der Kolonie Fernheim
  • Szientifisches Museum „Jakob Unger“ auf dem „Menno Simons Hof“
  • Museum der Kolonie Fernheim im Park von Filadelfia: „Parque de la Memoria“ (Park zum Andenken)
  • Andere Museen wie das Haushaltsmuseum „Knelsenhaus“, das Schul- und das Hospitalmuseum

Avenida Hindenburg 131-S esq. Avd. Trébol

0491 41 7380 0985 820 746


Museen


Szientifisches Museum “Jakob Unger”


Das szientifische Museum „Jakob Unger“ zeigt eine Natur- und ethnologische Sammlung vom Chaco Paraguayo und befindet sich auf dem sogenannten „Menno Simons- Hof“. Jakob Unger war der erste Ansiedler, der sich der biologischen Forschung widmete und eine große Anzahl von Tieren einbalsamierte; deshalb benannte man das Museum im Jahre 1980 nach ihm: „Jakob Unger“.

La peculiaridad de este museo es una colección de unos 210 ejemplares de las 250 clases de aves que existen en el Die Besonderheit an diesem Museum ist die Sammlung der 210 Exemplare der rund 250 Vogelarten die es im Chaco gibt, laut Schätzungen der Ornithologen. Außerdem kann man hier Münzen aus dem XV. Jahrhundert finden, die vermutlich die Spanier-Expedition bei ihrer Durchreise mitgebracht haben, als sie von Buenos Aires durch den Chaco nach Peru zogen. Im Museum sind auch Funde ausgestellt, die von der Vorkolonialzeit stammen: von Urbewohnern der Zone, Fossilien des Mastodon (riesiges Säugetier), Fossilien von verschiedenen Gattungen, die noch vor der Eiszeit im Chaco gelebt haben.

Avenida Hindenburg 131-S, esq. Trébol.

Hospitalmuseum


Das „Hospitalmuseum“ gibt einen Einblick in die Geschichte der Entwicklung des Hospital Fernheims. Es besteht aus einem einfachen Gebäude mit zwei Räumen, welches im Jahre 1932 aufgebaut wurde. Es war das erste Gebäude auf dem Hof des Hospitals und diente als Arztpraxis, Geburtensaal, Operationssaal, als Labor und sogar als Verwaltungsbüro.

In diesem Museum sind Fotoplakate von der Zeit ausgestellt, sowie einige der Arztinstrumente und Geräte, die man 1931 aus Deutschland mitgebracht hat.

Avenida Hindenburg esq. Trébol

Das Knelsenhaus


Dieses Wohnhaus, jetzt ein „Haushaltsmuseum“, befindet sich im Zentrum von Filadelfia und wurde im Jahre 1948 von Jakob Knelsen gebaut. Der Originalbau hatte keine verputzten Außenwände, und war durch die sorgfältig gebaute Ziegelwand eine Besonderheit zu jener Zeit. Später hat man das Haus dann renoviert und durch den Verputz kommt der eigenartige Baustil zur Geltung. Dieses Haus hat viele Jahre auch als Hotel von gedient. Im Jahre 2002 wurde es dann dank der Initiative einiger Frauen renoviert und als Haushaltsmuseum eingerichtet.

Das Koloniehaus


„Das Kolonialhaus“ ist eines der ersten Gebäude der Ansiedlungsjahre der Kolonie Fernheim, zwischen 1933 und 1934. Damals war es der Hauptsitz der Verwaltung der Kolonie und später diente es verschiedenen Zwecken: als Speisesaal für Internatsschüler der „Zentralschule“ (Sekundarschule) und auch als Bibliothek. Zum fünfzigsten Jubiläum der Kolonie Fernheim wurde es als Museum bestimmt. Das „Koloniehaus“ ist das einzige Gebäude, welches in seiner Originalform unterhalten wird und es gilt als typisches Wahrzeichen für die Kolonie Fernheim.

In den Räumen sind Sammlungen der Heimat ausgestellt. Die meisten Sachen wurden von den Einsiedlern aus Europa mitgebracht oder es sind Utensilien, die von den Bewohner in den Anfangsjahren hergestellt wurden.

Schulmuseum


Die erste Sekundarschule („Zentralschule“ genannt) der Kolonie Fernheim funktionierte im Dorf Nr. 7 -„Schönwiese“, wurde dann 1935 ins Zentrum nach Filadelfia verlegt und öffnete 1936 seine Türen. Eines dieser Gebäude blieb erhalten und dient heute als das „Schulmuseum“.

Ein Teil der Ausstellung bezieht sich auf die Primarschule. Einige Holzklötze symbolisieren die erste Schule unter einem Chacobaum. Weiter sind Schulmöbel jener Zeit, Bücher, Schulmaterial wie auch „Schiefertafeln“ zu besichtigen. Schaufenster mit Fotoaufnahmen jener Zeit, Listen von Lehrern, Informationen und Statistiken geben einen guten Einblick. Auch kann man Informationen über das gegenwärtige Schulsystem finden.

Ein weiterer Teil der Ausstellung bezieht sich auf die Entwicklung der Technologie. Schreibmaschinen, Episkop, verschiedene Filmprojektoren, Fotokopiergeräte, zeigen die Möglichkeiten der Technologie jener Zeit.

Parque Ruedas Pioneras


Dieser Park befindet sichan der östlichen Zufahrtsstraße in Filadelfia und dient zum Andenken an die Verkehrsmittel der Bewohner in der Zeit, als sie isoliert von den öffentlichen Wegen des Landes lebten.

Die mennonitischen Flüchtlinge kamen zunächst beim paraguayischen Hafen „Puerto Casado“ mit dem Schiff an, reisten dann mit der Schmalspureisenbahn weiter in den Chaco, dann mit dem Fuhrwerk, gezogen von Ochsen oder Maultieren, und später auch mit Traktoren oder Lastkraftwagen. Die Eisenbahn ist ein Symbol des Transportes der damaligen schweren Anfangszeit. Teil der Eisenbahn Die Lokomotive, Ochsenkarren, Traktor und LKW jener Zeit sind in diesem Park zu besichtigen.


Hotel Florida


„Hotel Florida“ ist ein Hotel mit besonderem Charme im Herzen von Filadelfia, ein Platz zur Erholung und der Begegnungen, mit großzügigen Zimmern, luftigen Galerien, einem niveauvollen Restaurant und einem malerischen Garten.

Hotel Florida bietet nationale und internationale Gastronomie, Swimmingpool, Parkmöglichkeiten, W-LAN Internet-Zugang, Fax, Computer für die Gäste im Rezeptionsbereich und einen Wäschereiservice. Außerdem leisten wir Unterstützung bei der Planung von Touren und es steht ein klimatisierter Konferenzraum zur Verfügung.

Avenida Hindenburg 165-S

0491 41 7256 0984 100 402